Wien, 16 Juli 2026
Nach dem Fang eines grün schillernden Eschenprachtkäfers in einer Lockstofffalle in Ungarn hat die EU Quarantäne-Notfallmaßnahmen aktiviert, woraufhin auch Österreich seine Überwachung intensiviert und einen Notfallplan in Bereitschaft versetzt.
Der Eschenprachtkäfer kommt ursprünglich aus Asien und wurde nun erstmals im EU-Gebiet in Ungarn nachgewiesen. „Ein grün schillernder Käfer krabbelte in Ungarn in eine Lockstofffalle - und die Europäische Union reagierte mit Quarantäne-Notfallmaßnahmen." Kurz darauf wurden 18 weitere Exemplare in der Slowakei entdeckt. Die kürzlichen Käfer-Fundorte in Ungarn und der Slowakei liegen an der ukrainischen Grenze und sind rund 60 Kilometer voneinander entfernt.
Die Funde markieren einen erheblichen Sprung in der Ausbreitung des Schädlings. Die Entdeckungsregion liegt 500 Kilometer westlich des bisher bekannten Befallsgebietes und ist 350 Kilometer von Österreich entfernt. „Der gleichzeitige Fund an zwei Orten lässt vermuten, dass der Eschenprachtkäfer in dieser Region schon verbreitet ist", erklärt Gernot Hoch vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW).
