Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) hat am Donnerstag in Wien den ersten österreichischen Entbürokratisierungsbericht vorgestellt, der das Ausmaß der Bürokratielast beziffern und Wege zu deren Abbau aufzeigen soll.

Aufbau und Methodik des Berichts

Der Bericht wurde vom Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria im Auftrag des Außenministeriums erstellt und am Donnerstag in Wien präsentiert. Er gilt als erster umfassender Entbürokratisierungsbericht in der Geschichte der Republik. Die Kosten für die Studie beliefen sich laut Außenministerium auf 15.467,67 Euro. Im Zentrum steht die Frage, welche Regulierungslasten Unternehmen, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger derzeit tragen und wie sich diese verringern lassen.

EcoAustria-Direktorin Monika Köppl-Turyna erläuterte bei der Pressekonferenz den Aufbau des Berichts. Ihr Team habe rund 4.700 Meldungen bei der Servicestelle für Entbürokratisierungs- und Deregulierungsanliegen (SEDA) analysiert. Diese Eingaben stammen aus den vergangenen Monaten und bilden die empirische Grundlage der Studie. Insgesamt sammelte das Ministerium rund 5.000 Beiträge von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Verwaltungsbediensteten.