Karlsruhe/Hamburg, 01 Juli 2026

Die Bundesanwaltschaft hat rund vier Jahre nach den Sprengungen an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 Anklage gegen den Ukrainer Serhij K. erhoben, dem die Koordinierung der Sabotage vorgeworfen wird.

Anklage und Vorwürfe

Die Anklage ist beim Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg eingereicht worden, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten ARD, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit am Mittwoch (1. 7.) darüber berichtet. Die Kanzlei des Angeklagten bestätigte die Anklage laut dpa ebenfalls.

Serhij K. werden gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, verfassungsfeindliche Sabotage sowie Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur zur Last gelegt, die nach Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen darstellen. Den Recherchen von ARD, Süddeutscher Zeitung und Zeit zufolge stützt sich die Anklage unter anderem auf in italienischer Auslieferungshaft abgehörte Telefonate, in denen sich der ehemalige Soldat selbst belastet.