Eine 44-jährige deutsche Wanderin ist am 12. Juli 2026 auf dem Klettersteig „Verborgene Welt" in Amlach im Bezirk Lienz (Osttirol) wegen Erschöpfung und Hitze per Tau aus einem Hubschrauber gerettet und mit leichten Verletzungen ins Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht worden.

Den Angaben der Polizei zufolge war die Frau am 12. Juli auf dem Klettersteig „Verborgene Welt" in Amlach unterwegs, als sie den Aufstieg nicht mehr fortsetzen konnte. Wie die Polizei mitteilte, war die Sportlerin „auf Grund von Erschöpfung und Hitze" nicht mehr in der Lage, auf halber Strecke weiterzuklettern.

Die Frau setzte daraufhin selbst einen Notruf ab. Über die genaue Position und den Zustand der Wanderin wurde die Rettungsleitstelle informiert, die unverzüglich einen Hubschrauber in den Bezirk Lienz entsandte. An der Felswand oberhalb von Amlach, im östlichen Teil Tirols nahe der Grenze zu Kärnten, herrschen im Sommer häufig hohe Temperaturen, die Kletterer an ihre Grenzen bringen können.

Rettung per Hubschrauber und Winde

Da ein direkter Aufstieg oder Abstieg über den Klettersteig nicht mehr möglich war, entschieden sich die Einsatzkräfte für eine schonende Bergung aus der Luft. Der Hubschrauber nahm die erschöpfte Frau mit dem Rettungstau (Winde) direkt von der Route auf. Solche Taubergungen aus Hubschraubern werden in felsigem, schwer zugänglichem Gelände häufig angewendet, weil sie schnell gehen und keine zusätzliche Belastung für die Betroffenen darstellen.