29-jährige deutsche Wanderin in Bergnot auf der Mondspitze in Vorarlberg gerettet
Bürserberg, 12. Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Eine 29-jährige deutsche Wanderin ist in der Nacht auf den 12. Juli 2026 auf der 1.967 Meter hohen Mondspitze in Vorarlberg in Bergnot geraten und von der Bergrettung wohlauf geborgen worden. Die Frau war mit Straßenschuhen und kurzer Hose unterwegs, hatte kein Licht dabei und saß nach Einbruch der Dunkelheit am Gipfel fest.
Eine 29-jährige deutsche Wanderin ist in der Nacht auf den 12. Juli 2026 auf der 1.967 Meter hohen Mondspitze im Bezirk Bludenz in Vorarlberg in Bergnot geraten und von Einsatzkräften der Bergrettung am Gipfelkreuz wohlauf aufgefunden worden.
Ausgangspunkt Tschengla am Bürserberg
Die Frau war aus Deutschland mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Vorarlberg gereist und hatte am Nachmittag ihre Tour begonnen. Wie die Polizei am Sonntag berichtete, startete sie gegen 14.00 Uhr ihre Wanderung vom Wanderparkplatz Tschengla am Bürserberg.
Nach einem rund sechsstündigen Aufstieg erreichte sie gegen 20.00 Uhr den Gipfel der Mondspitze. Dort wartete sie den Sonnenuntergang ab. Nach Einbruch der Dunkelheit saß die Wanderin am Gipfel fest, da sie keinerlei Lichtquellen mit sich führte.
Gipfel erreicht, Dunkelheit kam
Die Mondspitze liegt in der Gemeinde Brand/Bürserberg im Bezirk Bludenz und ist 1.967 Meter hoch. Die Frau war unter anderem nur mit Straßenschuhen und kurzer Hose ausgerüstet, wie die Polizei mitteilte. Eine unvollständig ausgerüstete Wanderin musste in der Nacht auf den heutigen 12. Juli 2026 von der Bergrettung von der Mondspitze geborgen werden (Bezirk Bludenz).
Da sie in der Dunkelheit am Berg nicht mehr weiterkam, setzte die Frau über den Notruf 112 gegen 22.30 Uhr einen Hilferuf ab. Einsatzkräfte der Bergrettung stiegen daraufhin auf und trafen die Frau um 23.57 Uhr wohlauf, jedoch lediglich mit kurzer Hose und Straßenschuhen bekleidet, am Gipfelkreuz an.
Notruf 112 und Bergung
Bergretter stiegen daraufhin zu ihr auf und trafen die 29-Jährige wenige Minuten vor Mitternacht wohlauf an. Die Bergung erfolgte zu Fuß und mit einem Einsatzfahrzeug. Die Frau wurde nach der Bergung medizinisch versorgt, blieb nach Angaben der Einsatzkräfte aber unverletzt.
Fehlende Ausrüstung und mangelnde Planung wurde einer 29-jährigen Wanderin aus Deutschland in Vorarlberg zum Verhängnis. Die Polizei wies darauf hin, dass die Kombination aus fehlender Beleuchtung, unzureichender Bekleidung und einer späten Gipfelankunft die Situation gefährlich gemacht habe.
Die Mondspitze ist ein beliebter, aber alpiner Aussichtsberg in den Brandnertaler Bergen. Der Normalweg führt über teils wegloses, steiles Gelände und erfordert Trittsicherheit, festes Schuhwerk und ausreichend Zeit für Auf- und Abstieg vor Einbruch der Dunkelheit.
Hinweise der Einsatzkräfte
Die Einsatzkräfte betonten, dass die Frau Glück im Unglück gehabt habe. Bei sinkenden Temperaturen in der Nacht und ohne Lichtquelle hätte die Situation auf dem exponierten Gipfel auch ernster enden können. Die Bergrettung empfiehlt, Touren in alpines Gelände stets mit Stirnlampe, festen Bergschuhen, warmer Kleidung und ausreichend Pufferzeit zu planen.
Die Frau hatte nach Polizeiangaben keine Taschenlampe oder Ähnliches bei sich. Auch eine Notfallausrüstung wie eine Rettungsdecke oder ein Erste-Hilfe-Set sei nicht mitgeführt worden. Die Bergretter mussten die Frau daher in der Dunkelheit am Gipfelkreuz versorgen und sicher zum Tal begleiten.
Die Wanderin war nach Angaben der Polizei mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Damit fehlte ihr auch ein eigenes Fahrzeug, um flexibel auf Wetter- oder Tageslichtverhältnisse reagieren zu können. Die Bergrettung wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei Anreise mit Bus und Bahn die zeitliche Planung besonders sorgfältig erfolgen müsse.
Der Notruf 112 ist in Österreich und in der gesamten Europäischen Union die einheitliche Notrufnummer für Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei. Die Frau konnte ihren Standort am Gipfelkreuz der Mondspitze den Einsatzkräften mitteilen, was die Bergung erleichterte.
Sicherheit am Berg
Die Polizei nutzte den Vorfall, um auf die Bedeutung einer vollständigen Tourenplanung hinzuweisen. Dazu gehören demnach die Prüfung der Wettervorhersage, die Berechnung der Gehzeit, die Mitnahme von ausreichend Wasser und Proviant sowie die Information einer Kontaktperson über den geplanten Rückweg.
Die Mondspitze ist über den Wanderparkplatz Tschengla am Bürserberg erreichbar. Von dort führt der Aufstieg über mehrere Kehren und teils ausgesetzte Passagen auf den Gipfel. Bei günstigen Bedingungen ist die Tour im Sommerhalbjahr beliebt, sie verlangt jedoch alpine Erfahrung.
Die Bergrettung Vorarlberg ist rund um die Uhr einsatzbereit und wird bei Bedarf von der Polizei, der Rettungsleitstelle und der Flugrettung unterstützt. Im aktuellen Fall erfolgte die Bergung zu Fuß und mit einem Einsatzfahrzeug, da ein Hubschraubereinsatz bei Dunkelheit nicht möglich war.
Bilanz und Appell
Die Polizei bedankte sich bei den Einsatzkräften für den schnellen und koordinierten Einsatz. Die 29-Jährige konnte die Nacht medizinisch betreut verbringen und wurde im Laufe des Sonntags aus der Obhut der Einsatzkräfte entlassen. Über gesundheitliche Folgen wurde nichts bekannt.
Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Bergnotlagen ein, die in den österreichischen Alpen jedes Jahr dutzendfach vorkommen. Die Behörden raten, sich vor Touren in alpines Gelände über die lokalen Bedingungen zu informieren und die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen.
Die Mondspitze bleibt ein lohnendes, aber anspruchsvolles Tourenziel. Die Bergrettung appelliert an alle Wanderinnen und Wanderer, die Grundregeln der alpinen Sicherheit zu beachten: vollständige Ausrüstung, ausreichend Zeit, passende Bekleidung und im Zweifel lieber umkehren als riskieren.
Fragen & Antworten
Wer wurde auf der Mondspitze gerettet?
Eine 29-jährige Wanderin aus Deutschland war auf der 1.967 Meter hohen Mondspitze im Bezirk Bludenz in Vorarlberg in Bergnot geraten und wurde von der Bergrettung wohlauf geborgen.
Warum musste die Frau geborgen werden?
Die Frau hatte den Sonnenuntergang am Gipfel abgewartet und saß nach Einbruch der Dunkelheit fest, weil sie keine Taschenlampe oder andere Lichtquelle sowie nur Straßenschuhe und kurze Hose dabei hatte.
Wie lief die Rettung ab?
Die Frau setzte gegen 22.30 Uhr einen Notruf über die Nummer 112 ab, Bergretter stiegen zu ihr auf und trafen sie um 23.57 Uhr wohlauf am Gipfelkreuz an; die Bergung erfolgte zu Fuß und mit einem Einsatzfahrzeug.
Bergnot Mondspitze: Deutsche Wanderin in Vorarlberg gerettet | finanz360