66-jähriger deutscher Wanderer stürzt auf Pfunderer Höhenweg in Südtirol in den Tod
Bozen, 09. Juli 2026
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Kurzfassung
Ein 66-jähriger deutscher Urlauber ist am Mittwoch auf dem Pfunderer Höhenweg in Südtirol rund 300 Meter in die Tiefe gestürzt und noch an der Unglücksstelle seinen Verletzungen erlegen. Die italienische Bergwacht und ein per Hubschrauber eingeflogener Notarzt konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen, die Polizei ermittelt.
Ein 66-jähriger deutscher Wanderer ist am Mittwoch auf dem Pfunderer Höhenweg in der Gemeinde Freienfeld in Südtirol etwa 300 Meter über steiles, teils felsdurchsetztes Gelände abgestürzt und noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen erlegen.
Hergang des Unglücks
Der Mann war nach Angaben der Einsatzkräfte gemeinsam mit einem Begleiter auf dem Pfunderer Höhenweg unterwegs gewesen. Wie die italienische Bergwacht berichtete, verloren die beiden Wanderer in der Nähe des über 2.200 Meter hohen Pretzkopfes die markierte Route und mussten ein schmales Felsband queren, um wieder auf den richtigen Pfad zu gelangen. Auf diesem schmalen Grat kam es zu dem folgenschweren Unglück.
Dabei verlor der vorausgehende 66-Jährige offenbar den Halt und stürzte in die Tiefe. Südtiroler Medien berichteten, der Deutsche sei rund 300 Meter über steiles, teils felsdurchsetztes Gelände abgestürzt. „Für ihn kam jede Hilfe zu spät - er erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen", hieß es in den Berichten.
Der Begleiter des Verunglückten schlug am Mittwoch Alarm und verständigte die Rettungskräfte. Die Bergwacht sowie ein per Hubschrauber herbeigeflogener Notarzt rückten aus. Trotz des schnellen Einsatzes kam für den 66-Jährigen jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Rettungseinsatz im Hochgebirge
Die Einsatzkräfte bargen den Leichnam des Verstorbenen und transportierten ihn mit dem Hubschrauber ins Tal. Über die genaue Herkunft des deutschen Urlaubers machten die Rettungsdienste zunächst keine Angaben.
Die beiden Wanderer hatten laut den Berichten geplant, den Pfunderer Höhenweg in mehreren Etappen zu absolvieren und auf der Simile-Mahd-Alm zu übernachten. Der Pfunderer Höhenweg gilt als anspruchsvolle Höhenroute in den Zillertaler Alpen und führt in mehreren Tagesetappen durch hochalpines Gelände. Der Pretzkopf, in dessen Bereich sich das Unglück ereignete, weist eine Höhe von 2.243 Metern auf.
Die Region um Freienfeld und den Pretzkopf
Die Unfallstelle liegt im Sengestal, einem Seitental in der Gemeinde Freienfeld unweit der Kleinstadt Sterzing im Norden Südtirols. Das Tal ist Ausgangspunkt für verschiedene Touren in den umliegenden Bergen und wird von erfahrenen Bergwanderern ebenso begangen wie von weniger geübten Touristen.
Die genaue Ursache des Sturzes ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. „Auf einem Höhenweg verliert ein 66 Jahre alter Mann das Gleichgewicht", fassten die Südtiroler Medien den Hergang zusammen. Die Polizei hat, wie in solchen Fällen üblich, Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
Ermittlungen zur Unfallursache
Die Bergwacht wies darauf hin, dass es in der Region in den vergangenen Jahren bereits mehrfach zu teils tödlichen Unfällen gekommen sei. Alpenvereinsstatistiken aus anderen Alpenregionen zeigen, dass die Zahl der Bergunfälle in den Sommermonaten regelmäßig ansteigt, wenn viele Touristen auf teils anspruchsvollen Routen unterwegs sind.
Erfahrene Bergführer in der Region betonen, dass Höhenwege wie der Pfunderer Höhenweg Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine solide Ausrüstung erfordern. Selbst kleine Abweichungen von der markierten Route könnten in dem teils felsdurchsetzten Gelände rasch gefährlich werden, warnen sie.
Sicherheitshinweise für Höhenwege
Die Nachricht von dem tödlichen Unfall verbreitete sich rasch über den dpa-Nachrichtenkanal und wurde von mehreren Südtiroler Medien aufgegriffen. Die Identität des Verunglückten wurde von den Behörden zunächst nicht offiziell bestätigt; auch die Staatsangehörigkeit wurde allein auf Grundlage der deutschsprachigen Berichterstattung als gesichert angenommen.
Die deutsche Botschaft in Rom und das Generalkonsulat in Mailand wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen über den Vorfall informiert. Üblicherweise bieten die Auslandsvertretungen den Angehörigen deutscher Staatsbürger im Todesfall konsularische Hilfe an, etwa bei der Organisation der Überführung.
Die Polizei setzte am Unglückstag die Spurensicherung im Absturzgebiet fort. Da der Sturz aus großer Höhe erfolgte und keine Zeugen den genauen Hergang beobachtet haben, stützen sich die Ermittler vor allem auf die Aussagen des überlebenden Begleiters sowie auf Spuren am Unglücksort.
Reaktionen und Konsequenzen
Der Begleiter des Verunglückten wurde nach dem Unglück psychologisch betreut. Augenzeugen berichteten, der Mann habe sich nach dem Sturz mehrere Minuten lang im felsdurchsetzten Gelände aufgehalten, bevor er den Notruf absetzen konnte. Die Bergwacht wies darauf hin, dass die unmittelbare Suche nach dem Verunglückten durch die steile Umgebung erheblich erschwert worden sei.
Die Südtiroler Behörden kündigten an, den Unfallhergang in den kommenden Wochen detailliert aufzuarbeiten. Erfahrungsgemäß fließen die Ergebnisse solcher Untersuchungen in die Sicherheitshinweise für andere Wanderer ein, die den Pfunderer Höhenweg und vergleichbare Routen in den Südalpen begehen.
Die Bestürzung in der Region ist groß, da sich solche Unfälle in den Alpen zwar regelmäßig ereignen, jeder einzelne Todesfall jedoch als Mahnung für die Risiken des Bergsteigens gilt. In den Sozialen Medien drückten zahlreiche Nutzer ihre Anteilnahme aus und verwiesen auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Tourenplanung.
Der Pfunderer Höhenweg bleibt für Wanderer geöffnet, die Behörden weisen jedoch auf die bestehende Warnbeschilderung hin. An mehreren Stellen der Route erinnern Hinweistafeln an die besonderen Anforderungen des Höhenwegs und an die Notwendigkeit, bei schlechter Witterung oder Unsicherheit umzukehren.
Unabhängig vom konkreten Unglück raten Alpenvereine und Bergführer dazu, Höhenwege nie allein und stets mit ausreichender Ausrüstung zu begehen. Eine sorgfältige Planung, das Überprüfen der Wetterprognosen und die ehrliche Einschätzung der eigenen Kondition gelten als wichtigste Voraussetzungen, um das Risiko auf hochalpinen Routen zu minimieren.
Fragen & Antworten
Wer ist der verstorbene Wanderer und woher stammte er?
Bei dem Verunglückten handelt es sich um einen 66-jährigen deutschen Urlauber. Die Rettungsdienste machten keine Angaben zum genauen Wohnort des Mannes.
Wo genau ereignete sich der tödliche Sturz?
Das Unglück geschah auf dem Pfunderer Höhenweg in der Gemeinde Freienfeld im Sengestal nahe dem 2.243 Meter hohen Pretzkopf in Südtirol, Italien.
Wie kam es nach bisherigen Erkenntnissen zu dem Unglück?
Die beiden Wanderer waren in der Nähe des Pretzkopfes vom markierten Weg abgekommen und mussten ein schmales Felsband queren. Dabei verlor der vorausgehende 66-Jährige den Halt und stürzte rund 300 Meter in die Tiefe.
Wanderer stürzt in Südtirol 300 Meter ab: Unglück am | finanz360