Ein 25 Jahre alter Bergsteiger ist bei einer Überschreitung vom Kleinen auf den Großen Pyhrgas im Gemeindegebiet von Spital am Pyhrn (Bezirk Kirchdorf an der Krems) tödlich verunglückt.
Hergang des Unglücks
Der 25-Jährige war seit dem Vortag vermisst worden, nachdem er von seiner Tour auf den Großen Pyhrgas nicht zurückgekehrt war. Nach einer Suchaktion wurde er an der Südostseite des Berges tot aufgefunden, wie die Bergrettung mitteilte. Er war demnach mehrere hundert Meter abgestürzt.
An der Suche beteiligten sich die Bergretter aus Spital am Pyhrn, die Bergrettung Windischgarsten, ein alpiner Rettungsdienst, die Besatzung des ÖAMTC-Rettungshubschraubers Christophorus 14, ein Polizeihubschrauber sowie ein Drohnenteam der Feuerwehr. Die Crew des Rettungshubschraubers entdeckte den Vermissten schließlich an der Südostseite des Berges.
Große Suchaktion im Berggebiet
Die Bergrettung äußerte sich bestürzt über den Vorfall. "Den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen gilt das Mitgefühl der Einsatzkräfte", so die Bergrettung. Der genaue Hergang des Sturzes ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Große Pyhrgas ist mit 2 244 Metern einer der markantesten Gipfel der oberösterreichischen Voralpen und gilt bei Bergsteigern als anspruchsvolles Tourenziel. Die Überschreitung vom Kleinen zum Großen Pyhrgas führt über ausgesetzte Grate und brüchiges Gestein und erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung.
Der Große Pyhrgas: anspruchsvolles Tourenziel
Die Südostseite, an der der Bergsteiger verunglückte, zählt zu den steileren Flanken des Massivs. Stürze in diesem Gelände enden wegen der Felsabbrüche und der Höhendifferenz häufig tödlich. Wie es zu dem Absturz kam, ist noch nicht abschließend geklärt.
Einsatzkräfte und Behörden wiesen darauf hin, dass alleine oder ohne ausreichende Ausrüstung unternommene Touren in diesem Abschnitt ein erhebliches Risiko bergen. Empfohlen wird, Wetterlage, Tourenverhältnisse und eigene Leistungsfähigkeit sorgfältig einzuschätzen.
Appell zur Vorsicht
Die Bergrettung appellierte nach dem Unfall erneut an Wanderer und Bergsteiger, Touren sorgfältig zu planen, sich vorab über die Verhältnisse zu informieren und im Zweifel lieber umzukehren. Auch die Mitnahme eines funktionierenden Mobiltelefons für den Notruf könne im Ernstfall Leben retten.
Die Identität des Verunglückten wurde von den Behörden nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Angehörigen wurden verständigt. Der genaue Unfallzeitpunkt ist noch Gegenstand der Erhebungen.
