Berlin, 07 September 2026

Nach dem Fund von zwölf Sprengvorrichtungen an Hochspannungstrassen in Ostsachsen prüfen Ermittler ein Bekennerschreiben, in dem fossile Stromerzeugung als „Verbrechen" bezeichnet wird.

Nach den Vorfällen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, bei denen Saboteure unter anderem selbstgebaute Raketen und Abschussvorrichtungen einsetzten, entdeckte die Polizei auch in Ostsachsen zwölf Sprengvorrichtungen an Hochspannungstrassen. Das geht aus einem Bekennerschreiben hervor, das die Ermittler auswerten. Darin heißt es wörtlich: „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen." Verbindungen zwischen den Taten werden geprüft, wie aus den Ermittlungsunterlagen hervorgeht.

Die Funde in Ostsachsen reihten sich demnach in eine Serie von Sabotageakten an Energieinfrastruktur ein, die Ermittler seit einiger Zeit beschäftigt. Bereits zuvor waren in Brandenburg und in Nordrhein-Westfalen Angriffe auf Stromleitungen registriert worden, bei denen die Täter laut Polizei selbstgebaute Raketen und Abschussvorrichtungen eingesetzt hatten. Die genauen Tatzeitpunkte sowie mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen sind nach Angaben der Ermittler noch Gegenstand laufender Prüfungen.