Wien, 14 August 2026

Der Wiener Allergologe Gunter Sturm hat auf einen anhaltenden Engpass bei Notfall-Pens für Allergiker in Österreich hingewiesen und gleichzeitig die spezifische Immuntherapie als wirksamere langfristige Behandlungsoption betont.

In Österreich ist die Versorgung mit Allergie-Pens nach Angaben des Allergologen Gunter Sturm derzeit knapp. Betroffene Patientinnen und Patienten mit schweren allergischen Reaktionen müssten teils weite Wege auf sich nehmen, um an das lebensrettende Notfallmedikament zu gelangen, sagte der Leiter des Allergieambulatoriums Reumannplatz in Wien-Favoriten und der Forschungsgruppe Klinische Allergologie an der Universitätshautklinik Graz.

Sturm verwies zugleich auf die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. Bei dieser Behandlung werde das Immunsystem über einen längeren Zeitraum an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt, sodass die Reaktion des Körpers auf die Allergene abnehme. Die Therapie könne die Häufigkeit und Schwere von allergischen Reaktionen deutlich reduzieren und damit den Bedarf an Notfallmedikamenten verringern.