Bundesfamilienministerin Karin Prien hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate verkürzen und Anreize für eine stärkere Beteiligung der Väter schaffen soll.

Der Entwurf sieht vor, dass künftig drei Monate Elterngeld für jeden Elternteil reserviert sind und sechs weitere Monate flexibel zwischen Mutter und Vater aufgeteilt werden können. Das geht aus dem Papier hervor, aus dem das Portal Politico zitierte. Wörtlich heißt es dort: "Drei Monate sind zukünftig für jedes Elternteil reserviert. Sechs weitere Monate können zwischen den Eltern flexibel aufgeteilt werden." Voll ausgeschöpft werden kann die Leistung demnach nur, wenn beide Elternteile mindestens drei Monate berufliche Auszeit nehmen.

Bislang wird das Elterngeld bis zu 14 Monate gezahlt, sofern jeder Elternteil mindestens zwei Monate Betreuungszeit übernimmt. Mit der Reform würde sich diese Frist also um zwei Monate verkürzen. Alleinerziehende sollen nach dem Entwurf bis zu zwölf Monate volles Elterngeld erhalten können. Die Mindestleistung steigt zugleich von 300 auf 330 Euro, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro pro Monat.