Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) plant eine Reform des Elterngeldes, mit der die Lohnersatzquote steigen und die Voraussetzungen für den vollen Bezug verschärft werden sollen, während im Hintergrund 500 Millionen Euro an Sparvorgaben stehen.

Hintergrund: Sparvorgabe aus dem Finanzministerium

Das Bundesfamilienministerium bestätigte am Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass an einer Reform des Elterngeldes gearbeitet werde. Eine Sprecherin sagte: "Ja, es ist richtig, dass wir an einer Reform des Elterngeldes arbeiten." Bis zum Haushaltsentwurf der schwarz-roten Koalition Anfang Juli müsse zudem klar sein, "wohin es mit dem Elterngeld geht".

Hintergrund der Überlegungen ist eine Sparvorgabe: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verlangt von Priens Ressort Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro. Dies soll zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Prien selbst hatte zuvor erklärt, Einsparungen müssten an anderer Stelle gefunden werden, und dabei auf die Partnerschaftlichkeit und die Bezugsdauer verwiesen: "Da bieten sich einmal die Partnerschaftlichkeit, aber zum anderen auch die Bezugsdauer an."