Berlin, 05 Juni 2026

Wenn ein Kind krank ist, übernimmt in Deutschland weiterhin überwiegend die Mutter die Betreuung: 2025 entfielen nur 27 Prozent der Kinderkrankentage auf Väter, wie Daten der AOK (Allgemeine Ortskrankenkasse) belegen.

AOK-Daten: 27 Prozent der Kinderkrankentage entfallen auf Väter

Die Verteilung der Kinderkrankentage in Deutschland ist nach wie vor deutlich ungleich. Wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) auf Grundlage von Versichertendaten mitteilt, haben im laufenden Jahr 2025 lediglich 27 Prozent aller Väter mindestens einmal „Kind krank“ beim Arbeitgeber gemeldet. Die übrigen 73 Prozent der Krankmeldungen eines erkrankten Kindes gehen demnach auf das Konto der Mütter. Damit hat sich der Anteil der Väter in den vergangenen zehn Jahren nur leicht erhöht: 2015 lag er den AOK-Daten zufolge bei 23 Prozent.

In Rheinland-Pfalz, wo die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland die Daten für das laufende Jahr ausgewertet hat, haben 3,6 Prozent aller anspruchsberechtigten versicherten Frauen und Männer mindestens einmal Kinderkrankengeld beantragt. Das ist nach Angaben des AOK-Bundesverbands der höchste Wert seit dem Corona-Jahr 2022. Pro Fall waren die Kinder im Durchschnitt 2,5 Tage krankgemeldet.