Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat am Mittwoch angekündigt, seine ursprünglich auf 2,5 Milliarden US-Dollar angelegten Investitionen am Standort Alzey in Rheinland-Pfalz zu halbieren, was bei der Kommunalpolitik auf scharfe Kritik stößt.
Hintergrund der Investitionspläne
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat am Mittwoch öffentlich gemacht, dass er seine geplanten Investitionen am Standort Alzey in Rheinland-Pfalz um die Hälfte reduzieren wird. Ursprünglich wollte das Unternehmen rund 2,5 Milliarden US-Dollar in eine neue Produktionsstätte investieren. Als Begründung verwies Eli Lilly auf die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung und die damit verbundene Sparpolitik im Gesundheitswesen. Zudem sprach das Unternehmen von einem Vertrauensbruch durch die Bundesregierung.
Die Ankündigung erfolgte nur kurz vor einem Feiertag in Deutschland und sorgte in Alzey für helle Aufregung. Bürgermeister Steffen Jung, der am Mittwochmorgen von der Entscheidung erfuhr, berichtete der Deutschen Presse-Agentur in Mainz, dass seitdem das Telefon nicht mehr still stehe. „Es ist enttäuschend und macht einen wütend, dass die Bundespolitik so eine Auswirkung hat“, sagte Jung wörtlich.
