Die Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim kürzen oder stoppen ihre geplanten Investitionen in Deutschland und verweisen auf die Sparpolitik der Bundesregierung im Gesundheitswesen.
Halbierte Pläne in Alzey
Der US-amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly hatte ursprünglich 2,5 Milliarden US-Dollar in einen neuen Produktionsstandort im rheinland-pfälzischen Alzey investieren wollen. Nun hat das Unternehmen das Vorhaben auf rund die Hälfte, etwa 1,25 Milliarden US-Dollar, reduziert. Das entspricht einer Kürzung des verbleibenden Projektumfangs um 50 Prozent gegenüber der Ursprungsplanung. Damit wird am Standort Alzey vorerst nur ein Mindestumfang der Hightech-Produktion realisiert.
Wie Eli Lilly teilte auch das in Ingelheim am Rhein ansässige Unternehmen Boehringer Ingelheim eine deutliche Zurückhaltung bei Investitionen in Deutschland mit. Geplante Ausgaben im Volumen von 900 Millionen Euro für die Jahre 2027 bis 2030 werden gestoppt. Davon betroffen ist vor allem der Ausbau der Infrastruktur, etwa neue Laborgebäude an heimischen Standorten. Die Investitionen waren in erster Linie für den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen, etwa für neue Laborgebäude an inländischen Standorten.
