Wien, 02 Juli 2026

Bund, Länder und Gemeinden haben in der Nacht auf Mittwoch eine Grundsätzeinigung über ein umfassendes Bildungsreformpaket erzielt, das unter anderem vorsieht, dass der Bund künftig das gesamte Schulpersonal finanziert und die Personalbewirtschaftung über die Bildungsdirektionen gebündelt wird.

Grundsätzeinigung über Nacht

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS), der bildungspolitische Sprecher der SPÖ Heinrich Himmer und sein ÖVP-Amtskollege Nico Marchetti stellten die Ergebnisse am Donnerstag bei einem gemeinsamen Hintergrundgespräch vor. Die Reformpartner sprechen von einem „Paradigmenwechsel“ im Bildungswesen, weil erstmals die Trennung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden bei der Schulverwaltung aufgeweicht werden soll.

Im Zentrum steht das Prinzip „Personal aus einer Hand“. Schulen sollen künftig über die Bildungsdirektionen auf alle Personalkategorien zugreifen können – von Lehrkräften über Schulpsychologinnen und Schulpsychologen bis hin zum nicht-pädagogischen Personal. „Die Bildungsdirektion lenkt und der Bund zahlt das Schulpersonal“, hieß es aus dem Büro des Bildungsministers. Die getrennten Zuständigkeiten von Bund und Ländern sollen formal bestehen bleiben, wie aus dem Ministerium betont wurde: „Die Landesstränge und der Bundesstrang bleiben erhalten“, hieß es. „Vorteil: Alle Personalkategorien werden über die Bildungsdirektion gesteuert.“