Die für Oktober 2026 geplante Einführung des elektronischen Eltern-Kind-Passes in Österreich wird um ein Jahr verschoben, wie aus einem APA-Bericht hervorgeht.

Die Digitalisierung des österreichischen Gesundheitssystems erleidet damit einen weiteren Rückschlag. Eigentlich sollte der elektronische Eltern-Kind-Pass, der frühere Mutter-Kind-Pass, im Herbst dieses Jahres schrittweise online gehen.

Das Gesundheitsministerium begründete die Verschiebung mit technischen und organisatorischen Herausforderungen. Konkrete Details zu den Gründen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht.

Hintergrund

Die Österreichische Ärztekammer reagierte auf die Ankündigung mit scharfer Kritik. In einem Schreiben bezeichnete die Standesvertretung das Vorgehen als „mehr als überraschend".

Gegenüber Medien zeigte sich die Kammer zudem „kalt erwischt" von der Wende. Man habe aus der Presse von der Verschiebung erfahren, hieß es in dem Bericht.