Pflegeheimplätze in Deutschland sind deutlich teurer geworden: Im bundesweiten Durchschnitt müssen Bewohnerinnen und Bewohner nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zum Stichtag 1. Juli 3.431 Euro im ersten Aufenthaltsjahr selbst zahlen.
Bundesweite Zahlen
Im bundesweiten Durchschnitt lag der selbst zu zahlende Anteil zum 1. Juli bei 3.364 Euro im Monat. Damit ist die Belastung für Betroffene und Angehörige erneut gestiegen, wie die vdek-Auswertung zeigt. Gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet das ein Plus von 256 Euro pro Monat.
Im ersten Jahr im Heim mussten sie mit Stand zum 1. Juli 3.431 Euro aus der eigenen Tasche zahlen, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) ergab. Das waren 405 Euro mehr als am 1. Juli des Vorjahres. Heimbewohner mussten im Juli in ihrem ersten Heimjahr im bundesweiten Schnitt mehr als 3.360 Euro aus eigener Tasche zahlen.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt stiegen die Eigenanteile im Schnitt um knapp 300 Euro, in Thüringen um rund 250 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern erhöhte sich der Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim von 2.752 Euro pro Monat auf durchschnittlich 3.032 Euro. Pflegekosten in MV steigen in einem Jahr um zehn Prozent.
Am teuersten ist die stationäre Pflege in Bremen mit 3.761 Euro monatlich. In Hessen ist die Pflege im Heim überdurchschnittlich teuer, zeigt die Auswertung. Grund sind gestiegene Personalkosten.
Regionale Unterschiede
Trotz des Anstiegs bleibt Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich das günstigste Bundesland mit 2.891 Euro im ersten Aufenthaltsjahr. In Sachsen sind es im ersten Aufenthaltsjahr 3.152 Euro und im dritten Jahr 2.404 Euro. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß.
Nach Angaben des Verbandes verzeichneten vor allem die "pflegebedingten Aufwendungen" den stärksten Anstieg – unter anderem wegen gestiegener Personalkosten. Teurer geworden seien aber auch Unterkunft und Verpflegung. Außerdem umfassen die Summen noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Umlagen für Ausbildungskosten.