Das Bundeswirtschaftsministerium unter Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat einen Entwurf für eine Übergangsregelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgelegt, die Eigentümer kleiner Solaranlagen ab 2027 abfedern soll.
Nach dem am Freitagabend veröffentlichten Entwurf sollen Betreiber neuer Solaranlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung ab dem Jahr 2027 nur noch für maximal 36 Monate eine garantierte Einspeisevergütung erhalten. Anschließend müssen sie ihren Strom über Dienstleister an der Strombörse direkt vermarkten, wo die Vergütung schwankt und weitgehend unvorhersehbar ist. Bisher galt die feste Einspeisevergütung über einen Zeitraum von 20 Jahren.
Als Übergangszahlung ist vorgesehen, dass die Netzbetreiber einen Cent pro Kilowattstunde weniger zahlen als nach dem bisherigen Tarif. Mit dieser befristeten Regelung reagiert das Ministerium auf Kritik aus dem Koalitionspartner SPD und aus der Solarbranche, die ursprünglich eine vollständige Abschaffung der festen Einspeisevergütung für kleine Anlagen befürchtet hatte.
