Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ihren umstrittenen Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) abgemildert und sieht für kleine Solaranlagen künftig eine befristete Übergangszahlung statt eines sofortigen Endes der Förderung vor.

Der überarbeitete Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sieht vor, dass kleine Solaranlagen mit bis zu 25 Kilowatt installierter Leistung nicht mehr dauerhaft gefördert werden. Stattdessen ist eine reduzierte Einspeisevergütung für bis zu 36 Monate als Übergangslösung geplant, bevor die Betreiber in die Direktvermarktung wechseln müssen. „Kleine Anlagen unter 25 Kilowatt installierter Leistung, insbesondere kleine Dach-PV, erhalten keine dauerhafte Förderung mehr", heißt es aus dem Ministerium.

Ursprünglich hatte Reiche geplant, die feste Einspeisevergütung für neue kleine Solaranlagen ab 2027 vollständig zu streichen. Dieser Plan war auf breite Kritik gestoßen. Gegner befürchteten, der ursprüngliche Entwurf würde die Energiewende ausbremsen. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hatten sich gegen die erste Fassung von Januar gestellt.