Genf, 01 August 2026
Die WHO schlägt Alarm wegen der unzureichenden Überwachung von Kontaktpersonen beim Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, wo nach Angaben von Spezialisten nur höchstens 80 Prozent der Kontakte über einen Zeitraum von drei Wochen beobachtet werden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf die sich zuspitzende Lage beim aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hingewiesen. Demnach würden derzeit nur höchstens 80 Prozent der Kontaktpersonen von Infizierten über den notwendigen Zeitraum von drei Wochen hinweg auf eine mögliche Ansteckung hin überwacht. Damit liegt die Quote deutlich unter der Schwelle, die Fachleute für eine wirksame Eindämmung des Virus als erforderlich ansehen.
Nach Angaben von Spezialisten sei eine Beobachtungsquote von 95 Prozent der Kontakte nötig, um die Ausbreitung des Ebola-Virus wirksam zu unterbrechen. Die Lücke zwischen dem derzeitigen Wert und diesem Ziel gilt als einer der zentralen Risikofaktoren für eine weitere Verschärfung des Ausbruchs. Die WHO hatte in den vergangenen Wochen wiederholt auf die Bedeutung lückenloser Nachverfolgung hingewiesen, insbesondere in Regionen mit eingeschränkter Gesundheitsinfrastruktur.
