Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich der Ebola-Ausbruch nach offiziellen Daten der Regierung in Kinshasa auf 2.011 bestätigte Fälle und 754 Tote ausgeweitet, wobei die Weltgesundheitsorganisation warnt, dass rund 80 Prozent der Neuinfektionen aus unbekannten Übertragungsketten stammen.

Der aktuelle Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist besonders schwer einzudämmen. Er betrifft den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo, für den es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. An einer Impfung wird allerdings gearbeitet, und in der vergangenen Woche haben klinische Studien zu Ebola-Behandlungen begonnen.

Ebola ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Verstorbene Patienten gelten als hochinfektiös und müssen unter strengen Hygieneregeln bestattet werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Nach Angaben der WHO müssten 90 Prozent aller Kontaktpersonen eines Infizierten identifiziert und 21 Tage lang überwacht werden, um die Ausbreitung zu stoppen – ein Schwellenwert, den die Helfer derzeit in vielen Gebieten verfehlen.