Die Behörden der Demokratischen Republik Kongo haben nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 2.000 Infektionsfälle mit dem Ebola-Virus bestätigt, wie am 15. Juli 2026 aus einem Bericht des Deutschlandfunks hervorgeht.
Der aktuelle Ausbruch hält die Gesundheitsbehörden in der Demokratischen Republik Kongo seit Monaten in Atem. Wie die Behörden des zentralafrikanischen Landes mitteilten, wurden mittlerweile über 2.000 Infektionsfälle bestätigt. Damit hat die Epidemie eine symbolisch wie epidemiologisch bedeutsame Schwelle überschritten.
Besonders betroffen sind erneut die Provinzen im Osten des Landes, vor allem Nord-Kivu und Ituri, die in früheren Ausbrüchen bereits als Epizentren galten. Auch aus der Provinz Haut-Uele wurden Infektionen gemeldet. Die Mehrzahl der Fälle konzentriert sich weiterhin in diesen Regionen, in denen die Gesundheitsinfrastruktur seit Jahren als chronisch überlastet gilt.
Schwerpunkt im Osten
Erschwert wird die Eindämmung durch die Eigenschaften des aktuell zirkulierenden Erregers. Wie es im Bericht des Deutschlandfunks heißt, ist dies der "Bundibugyo"-Typ des Virus, wofür es derzeit weder einen Impfstoff noch eine zugelassene Therapie gibt. Damit unterscheidet sich die Situation grundlegend von früheren Ausbrüchen wie dem von 2018/2019 in Nord-Kivu, bei dem ein Impfstoff breit eingesetzt werden konnte.
