Berlin, 14 Juli 2026

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte nach Einschätzung des Amsterdamer Tropenmediziners Martin Grobusch bis ins kommende Jahr andauern; zuletzt waren 1.926 Fälle im Labor bestätigt worden.

Nach den jüngsten Zahlen der kongolesischen Regierung sind 702 Menschen an dem Virus gestorben. Damit zählt der aktuelle Ausbruch zu den schwersten Ebola-Epidemien der vergangenen Jahre. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt nach Angaben von Fachleuten weiter stark an, ohne dass ein Ende absehbar ist.

Martin Grobusch, der das Zentrum für Tropen- und Reisemedizin an der Universität Amsterdam leitet, sieht die Lage mit großer Sorge. Gegenüber Journalisten erklärte er: "Beinahe alle Kontakte zu finden, wird am Ende den Unterschied machen, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen." Seiner Einschätzung nach werden rund 90 Prozent der gefährdeten Kontaktpersonen inzwischen identifiziert.