Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Osten der Demokratischen Republik Kongo einen drastischen Rückgang der Ebola-Verdachtsfälle von zuletzt über 900 auf aktuell 116 Fälle gemeldet, gleichzeitig aber vor verfrühter Entwarnung gewarnt.

Aktuelle Zahlen aus dem Kongo und Uganda

Nach den jüngsten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo zumindest auf den ersten Blick entspannt. Wie die WHO am Dienstag mitteilte, ist die Zahl der Verdachtsfälle, bei denen Patienten sich mit typischen Symptomen gemeldet haben, aber noch nicht getestet wurden, auf 116 gesunken. In der Vorwoche waren es nach WHO-Angaben noch über 900 Fälle, andere Erhebungen hatten zuletzt sogar fast 1.200 Verdachtsfälle ausgewiesen.

WHO-Sprecher Lindmeier erklärte den Rückgang am Dienstag in Genf. Bei einem großen Teil der zunächst als Verdachtsfälle registrierten Patienten habe sich die Ebola-Infektion durch Tests nicht bestätigt. „Eine hohe Zahl von Verdachtsfällen kann auch ein gutes Zeichen sein“, sagte Lindmeier. Sie zeige, dass die Erkennung potenzieller Fälle funktioniere und sich Menschen mit Symptomen meldeten.