Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet wegen der anhaltenden Dürre in Deutschland eine deutlich kleinere Getreide- und Rapsernte als zuletzt prognostiziert und beziffert die Verluste auf rund drei Millionen Tonnen seit Mitte Juni.

Hintergrund: Dürre und Landwirtschaft

Seit Beginn der Dürreperiode Mitte Juni seien rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren gegangen, teilte der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) als Vertretung von 1.600 Genossenschaftsunternehmen im Agrarhandel und der Verarbeitung am Mittwoch in Berlin mit. Der Verband korrigierte seine Ernteprognose für 2026 deutlich nach unten. Damit verschärft sich die Lage für die deutsche Landwirtschaft, die bereits unter starken Kostensteigerungen leidet.

Getreidemarktexperte Guido Seedler vom DRV erklärte, die Verluste träfen die Branche auf der Zielgeraden einer ohnehin schwierigen Saison. „Dennoch sind die Verluste auf der Zielgeraden für die ohnehin unter starken Kostensteigerungen leidende Landwirtschaft ein harter Schlag“, sagte Seedler. Der Verband verwies zugleich auf deutliche regionale Unterschiede: Vor allem in Bayern und weiteren süddeutschen Regionen habe die Trockenheit die Bestände auf den Feldern stark beansprucht.