Rangsdorf, 02 Juli 2026
Der Deutsche Bauernverband erwartet in diesem Jahr eine insgesamt durchschnittliche Getreideernte und sieht die Landwirtschaft angesichts von Dürre, Hitze und steigenden Kosten zugleich unter wachsendem Druck.
Bauernpräsident Joachim Rukwied informierte am Vormittag um 10.30 Uhr auf einem Feld im brandenburgischen Rangsdorf-Groß Machnow südlich von Berlin über die Ernteerwartungen. „Der Deutsche Bauernverband geht insgesamt von einer durchschnittlichen Getreideernte aus“, erklärte der Verband. Die ersten Mähdrescher rollen in diesen Tagen auf die Getreidefelder, die Erntesaison hat damit in ganz Deutschland ihren Höhepunkt erreicht.
Die Anbaufläche für Getreide liegt nach Verbandsangaben bei 6,03 Millionen Hektar und damit leicht über dem Vorjahreswert von 5,92 Millionen Hektar. Trotz der großen Fläche sehen die Landwirte die laufende Ernte mit Sorgen. Rukwied warnte, die Frühjahrstrockenheit und der Hitzestress „geben Anlass zur Sorge was Menge und Qualität der diesjährigen Ernte angeht“. Ab einer Temperatur von 27 Grad Celsius schalte das Getreide in einen Selbstschutzmodus, erläuterte er: „Es gibt dann Qualitätseinbußen und kleinere Körner. Das heißt am Ende weniger Ertrag.“
