Moskau, 09 Juli 2026
Ukrainische Drohnenangriffe haben am Sonntag die größte russische Ölraffinerie in Omsk getroffen und laut der Nachrichtenagentur Reuters 75 Prozent der Produktionskapazität lahmgelegt, woraufhin in mehreren russischen Regionen ein akuter Treibstoffmangel ausbrach.
Die Einschläge ukrainischer Drohnen am Sonntag im westsibirischen Omsk haben laut der Agentur Reuters 75 Prozent der Produktionskapazitäten dort ausgeschaltet. „38 Prozent dürften wegen der schweren Schäden an einer in Brand geratenen Anlage langfristig ausfallen“, berichtet Reuters weiter. Die Raffinerie in Omsk gilt als Russlands größte Ölraffinerie und stellt nach Angaben von Reuters acht Prozent des russischen Treibstoffs her — ein Ausfall, der die ohnehin angespannte Versorgungslage im Land weiter verschärft.
Auswirkungen auf Autofahrer und Alltag
Vizepremier Aleksandr Nowak beteuert, Versorgungsengpässe würden nur an einzelnen Tankstellen auftreten, während die Nachfrage nach Treibstoff landesweit um 20 bis 30 Prozent gestiegen sei. Die Realität in den Regionen sieht jedoch anders aus: In manchen Gegenden warten Autofahrer bis zu 36 Stunden in Schlangen. „Die Menschen befürchten, dass sie sich nicht mehr normal fortbewegen, zur Arbeit gehen und ihre Kinder nicht mehr betreuen können“, berichtet eine Einwohnerin. „Es ist buchstäblich ein Kampf ums Überleben“, sagt sie.
