Im Kosovo hat am 7. Juni 2026 die dritte Parlamentswahl innerhalb von rund 16 Monaten stattgefunden, nachdem das Parlament zuvor kein neues Staatsoberhaupt hatte wählen können.

Zum dritten Mal in 16 Monaten wählte das Kosovo am Sonntag ein neues Parlament. Die Wahllokale öffneten um 7 Uhr mitteleuropäischer Zeit, die ersten Hochrechnungen wurden ab 19 Uhr erwartet, dann folgen die ersten Hochrechnungen, die spätestens zwei bis drei Stunden später verlässlich sein sollten. Eine Regierungsbildung stand in den Wochen vor der Wahl nicht in Aussicht, denn der seit Monaten andauernde Konflikt zwischen Regierung und Opposition hatte jede Einigung auf einen Kandidaten für das Präsidentenamt blockiert.

Hintergrund: Warum schon wieder gewählt wird

Die Neuwahl wurde notwendig, weil sich Regierung und Opposition nicht fristgerecht auf die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes einigen konnten. Das nötige Quorum von 80 der 120 Parlamentarier wurde nicht erfüllt. Auch eine Regierungsbildung kam nicht zustande. Das Verfassungsgericht des Kosovo hatte zuvor die von der amtierenden Präsidentin Vjosa Osmani verfügte Parlamentsauflösung kassiert und eine Präsidentenwahl bis zum 28. April angeordnet; diese Frist verstrich jedoch ergebnislos. Anschließend setzte die amtierende Präsidentin Albulena Haxhiu den Urnengang für den 7. Juni an.