Anstieg rechtsextremer Straftaten
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) hat ein neues "Handbuch des Rechtsextremismus in Österreich" herausgegeben. Die Veröffentlichung erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs rechtsextremer Straftaten: Während 2023 noch 1.208 Fälle registriert wurden, stieg die Zahl 2024 auf 1.486 und 2025 auf 1.986.
"Wir wollen uns mit diesem 'Handbuch' nicht in Pessimismus suhlen, nicht verkünden, wie schlimm die Welt geworden ist", schreiben die Herausgeber im Vorwort des 540 Seiten starken Werks. "Sondern wir wollen all jenen ein Instrumentarium in die Hand geben, die die Demokratie verteidigen, Rechtsextremismus widersprechen und entgegentreten wollen."
Die meisten Verfahren zwischen 2020 und 2024 wurden nach dem NS-Verbotsgesetz geführt, gefolgt von Sachbeschädigung und Verhetzung. 2024 betrafen 61,8 Prozent der von der Polizei verfolgten rechtsextremen Anzeigen Fälle nach dem Verbotsgesetz, fast alle davon nationalsozialistische Wiederbetätigung. Mehr als ein Viertel aller Fälle (27,2 Prozent) spielte sich im Internet ab.
