Der Non-Food-Discounter Kodi hat beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, rund die Hälfte der bundesweit 150 Filialen steht nach Angaben der Geschäftsführung vor dem Aus.

Die Kodi Handels GmbH mit Sitz in Oberhausen und eingetragenem Gesellschaftssitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt reichte den Antrag am Montag ein, wie die „Lebensmittel Zeitung" zuerst berichtete. Das Gericht ordnete daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung an. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Lucas Flöther bestellt, der das Verfahren begleiten soll. Geschäftsführer Fabian Grund erklärte, Ziel sei es, den Fortbestand zu sichern: „Die Ausgangslage ist allerdings nicht einfach."

Kodi ist nicht zum ersten Mal in finanziellen Schwierigkeiten. Bereits 2024 hatte das Unternehmen ein Schutzschirmverfahren durchlaufen und einen Großteil seines Filialnetzes abgebaut. Von ursprünglich rund 240 Standorten waren danach nur 150 übrig geblieben. Im Zuge der damaligen Restrukturierung erhielten mehr als 500 Mitarbeiter eine Kündigung. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit etwa 1.200 Menschen. Die Mehrzahl der verbliebenen Filialen liegt in Nordrhein-Westfalen.