New York, 04 Juni 2026

Deutschland ist bei der Wahl um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 bereits im ersten Wahldurchgang gegen Portugal und Österreich unterlegen – ein historischer Misserfolg, der als schwere außenpolitische Niederlage für Bundeskanzler Friedrich Merz gewertet wird.

Historischer Misserfolg nach sechs Erfolgen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York wählte am Mittwoch Portugal und Österreich für die zwei zu vergebenden nicht-ständigen Sitze im Sicherheitsrat. Deutschland, das sich traditionell alle acht Jahre um einen solchen Sitz bewirbt, erhielt nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Damit endet eine seit 1987 ununterbrochene Erfolgsserie: Sechsmal zuvor hatte Deutschland einen nicht-ständigen Sitz errungen, zuletzt in den Jahren 2019 und 2020. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen war eine deutsche Kandidatur gescheitert.