Die drei deutschen LNG-Terminals an Nord- und Ostsee haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Flüssigerdgas importiert als im Vorjahreszeitraum, obwohl der Iran-Konflikt Lieferungen aus Katar und den Weg durch die Straße von Hormuz belastet hat.

Laut Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) flossen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres rund 67.000 Megawattstunden LNG per Schiff nach Deutschland, verglichen mit 39.000 Megawattstunden im ersten Halbjahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 70 Prozent. Der Anteil von LNG an den gesamten deutschen Gasimporten stieg nach BNetzA-Angaben auf etwa 12 Prozent, nachdem er 2024 noch bei rund 8 Prozent gelegen hatte.

Die beiden staatlichen Terminals in Wilhelmshaven (Landkreis Friesland) und das Terminal in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) speisten nach Angaben der europäischen Gasinfrastruktur-Betreiber (GIE) zusammen 54 Terawattstunden in das Netz ein. Das Ostsee-Terminal in Mukran auf Rügen, das vom privaten Betreiber Deutsche Regas betrieben wird, kam auf 13 Terawattstunden. Insgesamt importierte Deutschland im ersten Halbjahr 2026 nach BNetzA-Daten rund 551 Terawattstunden Gas.