Der BKK Dachverband der Betriebskrankenkassen hat in einer neuen Auswertung festgestellt, dass vor allem lange und schwere Erkrankungen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die Höhe treiben, während die schwarz-rote Koalition gleichzeitig über die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung (Telefon-AU) streitet.
Lange Erkrankungen dominieren die Ausgaben
Vorständin Anne-Kathrin Klemm vom BKK Dachverband erklärte, nicht Erkältungen, sondern langwierige Leiden seien die wahren Kostentreiber. Wörtlich sagte sie: „Nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten sind die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen." Konkret nannte sie Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Leiden. Diese dauerten im Durchschnitt mehr als fünf Wochen, obwohl psychische Diagnosen nur 5,4 Prozent aller Krankschreibungen ausmachten – mit steigender Tendenz.
