Berlin, 08 Juli 2026

Der deutsche Einzelhandel fordert eine Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten, wobei die Bundesregierung plant, die zulässige Arbeitszeit für Bäckereien auf bis zu acht Stunden zu verlängern, während Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Kirchen den Vorschlag kontrovers diskutieren.

Forderung des Handels und Stand der Pläne

Die Diskussion um die Ladenöffnung an Sonntagen gewinnt in Deutschland an Fahrt. Der Handelsverband Nord verlangt, dass Geschäfte in Schleswig-Holstein künftig flächendeckend sonntags öffnen dürfen. Dierk Böckenholt, Geschäftsführer des Handelsverbands Nord, forderte einen Rechtsrahmen, der Geschäften eine einfache, unbürokratische und vor allem rechtssichere Öffnung ermöglicht: „In erster Linie geht es darum, dass wir eine gesetzliche Regelung bekommen, die den Geschäften eine einfache, unbürokratische und vor allen Dingen rechtssichere Öffnungsmöglichkeit gibt.“

Der Verband sieht darin keinen Widerspruch zur bestehenden Bäderregelung des Landes. Vielmehr solle die gängige Praxis rechtlich abgesichert werden, hieß es aus dem Verband. „Im Endeffekt wäre dann etwas auch rechtssicher und dauerhaft möglich, was ohnehin stattfindet“, formulierte es der Handelsverband Nord. Die Forderung deckt sich mit einem Anliegen des Bundesverbands, des Handelsverbands Deutschland (HDE).