Die Chefin von Daimler Truck, Karin Rådström, hat in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin vor existenziellen Folgen der aktuellen EU-CO2-Regulierung für die europäische Nutzfahrzeugbranche gewarnt und einen "Realitätscheck" der Vorgaben gefordert.
Rådström sagte, der Sprung von derzeit rund 2 Prozent elektrisch angetriebenen schweren Lkw in Europa im Jahr 2025 auf die im EU-Recht verankerten 35 Prozent batterieelektrisch oder mit Wasserstoff betriebenen Neuzulassungen bis 2030 sei "eine wirklich große Herausforderung". Um das damit verbundene CO2-Reduktionsziel von 43 Prozent zu erreichen, müsse bis 2030 etwa ein Drittel aller neu zugelassenen schweren Lkw in Europa elektrisch fahren. Die Chefin des im DAX notierten Konzerns mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart sieht dafür jedoch die Voraussetzungen nicht gegeben.
