FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die Leistungen der Unparteiischen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gegen Manipulationsvorwürfe aus Ägypten verteidigt, nachdem der ägyptische Verband nach der 2:3-Niederlage im Achtelfinale gegen Argentinien Beschwerde eingereicht hatte.

Die Partie zwischen Ägypten und Argentinien war bereits nach rund einer Stunde scheinbar entschieden, als die Nordafrikaner durch Mostafa Ziko mit 2:0 in Führung lagen. Was folgte, ging als eines der bemerkenswertesten Comebacks in die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft ein: Argentinien erzielte binnen 13 Minuten drei Tore und drehte die Partie.

Den Anfang nahm die Aufholjagd in der 79. Minute, als Lionel Messi auf Cristian Romero vorlegte. Den entscheidenden Treffer zum 3:2-Endstand erzielte Enzo Fernández in der Nachspielzeit in der 90.+2. Minute.

Dramatik auf dem Platz: Argentiniens Aufholjagd

Die ägyptische Seite sieht sich jedoch benachteiligt und führt gleich zwei strittige Szenen an. Zum einen wurde ein Treffer von Mostafa Ziko in der 58. Minute nach einem Eingriff des Video Assistant Referee nicht gegeben. Zum anderen forderten die Ägypter einen Strafstoß, weil unmittelbar vor dem Siegtor von Fernández der argentinische Spieler Alexis Mac Allister am ägyptischen Verteidiger Hamdi Fathi in dessen Strafraum am Trikot gezogen hatte. Schiedsrichter François Letexier ließ in beiden Fällen jedoch weiterspielen.