Eine große Auswertung des Cochrane-Netzwerks zeigt, dass der Umstieg auf nikotinhaltige E-Zigaretten die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopw im Vergleich zu anderen Methoden erhöhen kann.
Die systematische Übersichtsarbeit, federführend verfasst von Nicola Lindson von der Universität Oxford, wertet zahlreiche klinische Studien zum Thema Rauchentwöhnung aus. Die Autorinnen und Autoren verglichen nikotinhaltige E-Zigaretten mit klassischen Entwöhnungsmethoden wie Nikotinpflastern, Kaugummis oder Verhaltenstherapie. Das Ergebnis: Pro 100 Teilnehmenden schafften es acht bis zehn, mindestens ein halbes Jahr lang komplett auf Zigaretten zu verzichten.
Ergebnisse der Übersichtsarbeit
Wie die Forschungsgruppe betont, sind E-Zigaretten kein risikofreies Produkt. Sie enthalten zwar weniger der beim Verbrennen von Tabak entstehenden Schadstoffe, sind jedoch nicht harmlos. Die Studienautorinnen und -autoren empfehlen daher, E-Zigaretten als zeitlich begrenztes Hilfsmittel einzusetzen und den Konsum anschließend schrittweise zu reduzieren.
