Seoul, 08 Juni 2026
Eine südkoreanische Langzeitstudie mit Daten von mehr als 4,5 Millionen Raucherinnen und Rauchern zeigt, dass der Wechsel zu E-Zigaretten das Lungenkrebsrisiko weniger stark senkt als ein vollständiger Rauchstopp.
Datengrundlage: 4,5 Millionen Versicherte in Südkorea
Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Nature Medicine", gehört nach Angaben der Autorinnen und Autoren zu den ersten groß angelegten Langzeituntersuchungen, die das Lungenkrebsrisiko und die Gesamtsterblichkeit im Zusammenhang mit E-Zigaretten bewerten können. Forschende aus Seoul werteten dafür Daten des „Korean National Health Screening Program" aus, eines nationalen Vorsorgeprogramms, das allen Versicherten offensteht. Sie verknüpften die Angaben zum Rauchverhalten aus dem Jahr 2018 mit Daten zu Lungenkrebsdiagnosen, Todesfällen durch Lungenkrebs und Gesamtsterblichkeit bis Ende 2023. Die maximale Beobachtungszeit von sechs Jahren ist allerdings relativ kurz, um langfristige Effekte auf Krebsrisiko und Mortalität vollständig abzubilden.
