Clemens Pig ist in der Nacht auf Freitag vom ORF-Stiftungsrat mit 21 von 35 Stimmen zum neuen Generaldirektor des ORF gewählt worden und tritt sein Amt am 1. Januar 2027 an.
Die Wahl am Donnerstag dauerte insgesamt 15 Stunden und endete erst weit nach Mitternacht, als Clemens Pig den wartenden Medien als neuer Generaldirektor präsentiert wurde. Wie der ORF berichtete, beschrieb Pig das Ergebnis als „sehr breites und übergreifendes Votum“. Er habe neben den Stimmen der SPÖ-Stiftungsräte auch welche von Belegschaftsvertretern und aus dem bürgerlichen Lager bekommen, sagte er am Freitag im Ö1-Mittagsjournal.
Bevor die Entscheidung fiel, musste Pig allerdings ein „teilweise unwürdiges Schauspiel“ über sich ergehen lassen, wie es in der Berichterstattung heißt. Hintergrund war unter anderem ein interner Streit in der ÖVP über die Personalie: Während man im Zentrum Wiens die Kandidatur befürwortete, gab es in manchen Landeshauptstädten anderer Meinung. ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti hatte Pigs Namen öffentlich genannt, was dazu führte, dass Pig fortan als Kandidat der Regierung galt.
