Gütersloh, 16 Juli 2026

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat in den vergangenen drei Wintersemestern mehr als 87.000 Studierende zu ihrer Wohnsituation befragt und dabei deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und zwischen den Bundesländern festgestellt.

Eine große Mehrheit von 63,2 Prozent lebt während des Semesters direkt vor Ort. 30,4 Prozent der Befragten wohnen bis zu 50 Kilometer vom Hochschulort entfernt, 6,4 Prozent legen sogar noch weitere Wege zurück. Die meisten Studierenden kommen also in erreichbarer Nähe zu ihrer Hochschule unter, wobei das verbleibende Drittel teils längere Pendelstrecken in Kauf nimmt.

Wohnformen im Wandel

Beim Blick auf die Wohnform zeigt sich ein leichter Wandel gegenüber dem vorherigen Erhebungszeitraum. Rund ein Viertel (24,8 Prozent) teilt die Wohnung mit anderen in einer Wohngemeinschaft. Der Anteil der Studierenden, die im Elternhaus lebten, ist im Vergleich zur Auswertung aus dem Jahr 2023 um 0,5 Prozentpunkte auf 27,9 Prozent zurückgegangen – nach Jahren des kontinuierlichen Anstiegs. Gleichzeitig ist der Anteil der Studierenden in privaten Mietwohnungen leicht um 1,3 Prozentpunkte seit 2023 auf 27,8 Prozent gestiegen. Etwas seltener wohnen Studierende in einem Studentenwohnheim (15,2 Prozent).