Die Europäische Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf hat den Großen Hadronen-Speicherring LHC am Montag um 06:00 Uhr wie geplant abgeschaltet, um ihn für eine umfangreiche Modernisierung zum High-Luminosity-LHC vorzubereiten.

Abschied mit blauem Balken

Wie geplant ist der große Teilchenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf am Montag um 06.00 Uhr abgeschaltet worden. Auf der live geschalteten LHC-Seite war kurz danach ein blauer Balken zu sehen mit der dicken Aufschrift: "No beam". Damit endete eine Ära für den weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger, der zuletzt bahnbrechende Erkenntnisse über den Aufbau des Universums geliefert hatte.

Der LHC – Large Hadron Collider – ist ein ringförmiger Beschleuniger, dessen Tunnel einen Umfang von 27 Kilometern hat. In seinem Inneren rasen Protonen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander zu und kollidieren. Die supraleitenden Magnete, die den Strahl auf Kurs halten, werden mit 100 Tonnen flüssigem Helium auf eine Temperatur von minus 271 Grad Celsius gekühlt.