Der CDU-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, zieht eine Minderheitsregierung als Option für den Fall in Betracht, dass nach der Landtagswahl am 20. September keine Mehrheit jenseits von AfD und Linker zustande kommt.
Peters äußerte sich in einem Interview mit der Zeitung „Welt" entsprechend. Er verwies darauf, dass in Skandinavien seit Jahren „unaufgeregt mit Minderheitsregierungen gearbeitet" werde. Eine Minderheitsregierung sei zwar nicht sein Wunschmodell; stabile Koalitionen seien meist verlässlicher. „Aber man brauche in Deutschland mehr parlamentarischen Pragmatismus", sagte der 44-Jährige.
Umfragewerte setzen CDU unter Druck
Hintergrund der Überlegungen ist die schwache Position der CDU in den Umfragen für Mecklenburg-Vorpommern. In einer Infratest-dimap-Erhebung im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) kam die CDU auf zehn Prozent und landete damit auf dem vierten Platz. Die AfD lag bei 36 Prozent, die SPD bei 27 Prozent und die Linke bei 13 Prozent. Die Grünen erreichten vier Prozent und würden damit den Einzug in den Landtag verfehlen, die übrigen Parteien einschließlich der FDP kamen zusammen auf fünf Prozent.
