Berlin, 13 Juni 2026

Im Bundestag zeichnet sich eine einmalige Nullrunde bei den Diäten ab, während in den Ländern die Abgeordnetenbezüge nach wie vor sehr unterschiedlich steigen und zum Teil politisch umstritten sind.

Hintergrund: Wie der Automatismus funktioniert

Die Fraktionen im Bundestag bereiten einen Gesetzentwurf vor, mit dem die für den 1. Juli 2026 vorgesehene automatische Erhöhung der Abgeordnetenbezüge einmalig ausgesetzt werden soll. Wie aus Parlamentskreisen verlautete, wird der Entwurf von CDU/CSU und SPD gemeinsam getragen und findet auch bei den übrigen Fraktionen Zustimmung. Damit würde der 2014 eingeführte Mechanismus, der die Diäten an die Bezüge von Richterinnen und Richtern an den obersten Bundesgerichten koppelt, für ein Jahr pausieren.

Ohne das Aussetzen wäre die monatliche Entschädigung der 630 Bundestagsabgeordneten nach dem Indexmodell zum 1. Juli um 497 Euro auf rund 12.330 Euro gestiegen, ausgehend von etwa 11.833 Euro zuvor. Das ergibt sich aus einem automatischen Mechanismus im Abgeordnetengesetz, der die Bezüge an die Durchschnittslöhne koppelt. Die geplante Nullrunde gilt als politisches Signal in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte.