Der Deutsche Bundestag hat am 10. Juli 2026 mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU und SPD eine Reform des Bundespolizeigesetzes verabschiedet, die unter anderem neue Befugnisse für Abschiebehaft, Drohneneinsatz und biometrische Echtzeit-Überwachung vorsieht.
Die Novelle wurde mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedet - Linke und Grüne stimmten dagegen, die AfD enthielt sich. Nun muss sich nach der Sommerpause noch der Bundesrat mit dem Gesetzentwurf befassen und zustimmen. Die aktuell geltenden Regeln für die etwa 55.000 Bundespolizisten sind in weiten Teilen noch aus dem Jahr 1994.
Ausweitung der Abschiebehaft
Ein zentraler Punkt ist die Abschiebehaft. Auch soll die Bundespolizei künftig selbst Abschiebehaft bei Gericht beantragen können. Das betrifft laut Bundesinnenministerium vollziehbar ausreisepflichtige Menschen ohne Duldung. So soll verhindert werden, dass aufgegriffene Personen wieder entlassen werden und untertauchen.
