Ein Bundesrichter in den USA hat die Ermittlungen der Bundesregierung gegen den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, sowie gegen weitere demokratische Politiker wegen angeblicher Behinderung der Einwanderungspolizei gestoppt und die zugrunde liegenden Vorladungen für verfassungswidrig erklärt.

Hintergrund der Ermittlungen

Richter Patrick Schiltz veröffentlichte am Montag (Ortszeit) eine Anordnung, in der er die im Januar vom US-Justizministerium verschickten Vorladungen an Walz, den Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison, den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, sowie an weitere Behörden und Städte als verfassungswidrig einstufte. Das Justizministerium hatte damals erklärt, es gehe um mögliche Behinderung der Einwanderungspolizei bei der Durchsetzung des Migrationsrechts.

Schiltz schrieb in seiner Begründung, die Beweislage dafür, dass die Vorladungen aus unzulässigen Gründen ausgestellt worden seien, sei „erdrückend“ gewesen. Zugleich habe das Justizministerium keine plausible Begründung für die Ermittlungen liefern können. Der Richter verwies dabei auch auf die Verfassung, die in den Vereinigten Staaten dem Bund Grenzen setzt, wenn er Bundesstaaten zur Umsetzung von Bundesrecht verpflichten will.