Im ersten Halbjahr 2026 sind bei der Bundesnetzagentur rund 35.728 kritische Meldungen über Post- und Paketdienstleister eingegangen, wovon 87 Prozent die Deutsche Post/DHL betreffen.

Die Bundesnetzagentur registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 35.728 kritische Wortmeldungen über den sogenannten Mängelmelder, wie aus der Website der Behörde hervorgeht. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 22.981 Beschwerden. Die Beschwerden richten sich gegen alle Postdienstleister, in 87 Prozent der Fälle geht es um den Marktführer Deutsche Post/DHL, der als einzige Firma sowohl Briefe als auch Pakete austrägt.

Reaktion der Deutschen Post

Die Deutsche Post weist die Kritik zurück. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, der neue Mängelmelder blähe die Beschwerdestatistik auf und erwecke den Eindruck, die Postversorgung in Deutschland würde nicht funktionieren. Zugleich verwies das Unternehmen darauf, dass der Anteil der direkt bei der Post eingehenden Beschwerden unverändert bei 0,003 Prozent der Menge an Briefen und Paketen liege. Im vergangenen Jahr transportierte die Deutsche Post 13,3 Milliarden Briefe und Pakete in Deutschland, hinzu kamen noch die Sendungen der Wettbewerber.