Das Bundeskabinett verabschiedet am Mittwoch die neue „Startup- und Scaleup-Strategie" der schwarz-roten Koalition, die erstmals Verteidigungs-Start-ups fördert und deutlich mehr privates Risikokapital mobilisieren soll.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat eine neue Start-up-Strategie vorgestellt, die junge Unternehmen stärker in den Blick nimmt. Das Konzept sieht vor, privates Risikokapital im großen Stil zu mobilisieren und zugleich bürokratische Hürden abzubauen. „Das ist der Kern der neuen „Startup- und Scaleup-Strategie" der schwarz-roten Koalition, die heute im Bundeskabinett verabschiedet werden soll", heißt es in dem Strategiepapier, das der dpa vorliegt.

Nach Berechnungen des EY-Startup-Barometers sammelten deutsche Start-ups im ersten Halbjahr 2026 rund 5,3 Milliarden Euro Risikokapital ein – ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig konzentrieren Investoren ihr Geld auf wenige Mega-Deals mit Volumen oberhalb von 50 Millionen Euro: „Da Investoren ihr Geld zunehmend in vermeintlich sichere Wetten und wenige Mega-Deals mit einem Volumen von über 50 Millionen Euro stecken". Technologiegetriebene Start-ups bleiben laut EY-Report die Favoriten der Geldgeber.

Rüstungs-Start-ups im Zentrum

Erstmals rückt die Bundesregierung den Bereich Sicherheit und Verteidigung in den Mittelpunkt der Förderung: „Dabei steht erstmals der Bereich Sicherheit und Verteidigung im Fokus der staatlichen Förderung". Start-ups aus dem Verteidigungssektor erhielten im ersten Halbjahr bereits 579 Millionen Euro an Investitionen. Die Regierung schafft dafür ein eigenes Direktbeteiligungsvehikel, um sich an jungen Firmen dieser Branche direkt zu beteiligen.