Berlin, 15 Juni 2026
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) arbeitet an einem Gesetzentwurf, der verhindern soll, dass sich Rechtsextremisten als Schöffen in deutsche Gerichte wählen lassen, und kündigte einen entsprechenden Regelungsvorschlag ihres Ministeriums an.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will die Wahl ehrenamtlicher Schöffen in Deutschland gegen rechtsextreme Einflussnahme absichern. Sie arbeite derzeit an einem Gesetzentwurf, „der die Verfassungstreue und die Wahl von Schöffen klarer regeln soll“, sagte Hubig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Ziel sei, dass nur Bewerberinnen und Bewerber in das Ehrenamt gelangten, die „mit beiden Füßen auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen“.
Konkret kündigte die Ministerin an: „Hier werde ihr Ministerium bald einen Regelungsvorschlag vorlegen, um die Folgen möglicher Blockaden zu mindern.“ Damit reagiert Hubig auf Berichte, wonach rechte Netzwerke ihre Anhänger aufgerufen hätten, frei werdende Schöffenstellen zu besetzen. „Es gibt Hinweise darauf, dass sich zunehmend Kandidaten als Schöffen bewerben, die nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen“, warnte sie.
