Berlin, 25 Juni 2026

Friedrich Merz (CDU) und die Ministerpräsidenten der deutschen Länder kommen am Donnerstag zu Beratungen zusammen, bei denen es um die Verteilung der Finanzlasten zwischen Bund, Ländern und Kommunen geht.

Im Zentrum der Gespräche steht der Grundsatz der sogenannten Veranlassungskonnexität, der bereits im aktuellen Koalitionsvertrag verankert ist: "Wer bestellt, bezahlt". Die Länder dringen darauf, dass der Bund künftig vollständig für die Kosten aufkommt, die durch Bundesgesetze bei Ländern und Kommunen entstehen. Olaf Lies (SPD) erwartet nach eigenen Angaben eine Einigung darüber, wie beide Seiten künftig ihre Kosten aufteilen.

Lies brachte die Position der Länder zugespitzt auf die Formel: "Der Bund muss alles zahlen, was er auf den Weg bringt." Damit stellt er klar, dass die Ministerpräsidenten eine automatische und vollständige Kostenübernahme durch den Bund anstreben, sobald dieser neue Aufgaben oder Leistungen beschließt.