Der Bund hat über die staatliche Förderbank KfW eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany erworben und ist damit an drei von vier großen Stromnetzbetreibern in Deutschland beteiligt.
Vertragsunterzeichnung und Vollzug
Wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, ist die Transaktion vollständig abgeschlossen. Demnach hatte die EU-Kommission den Einstieg bereits genehmigt. Im Anschluss mussten noch die EU-Kommission und die Bundesnetzagentur den Einstieg genehmigen. Erst danach konnte der Vollzug erfolgen.
Der Vertrag über den Einstieg der KfW bei Tennet war Anfang Februar unterzeichnet worden. Nach Angaben des Ministeriums zahlte der Bund rund 3,3 Milliarden Euro für den Anteil. Der übrige Anteil verbleibt bei der niederländischen Tennet Holding.
Über die staatliche Förderbank KfW hat der Bund 25,1 Prozent des früheren niederländischen Staatsunternehmens übernommen. Bereits Ende Juni hatten laut Ministerium die drei anderen Investoren aus Norwegen, den Niederlanden und Singapur ihre Transaktion abgeschlossen. Ihr Anteil soll bis 2029 auf insgesamt 46 Prozent ansteigen.
Die vier Unternehmen sind für die sogenannten Stromautobahnen zuständig, die Strom über große Entfernungen transportieren. Durch die Leitungen fließt der Strom mit Höchstspannung, also 220.000 oder 380.000 Volt. Tennet betreibt mit mehr als 14.000 Trassenkilometern das größte deutsche Stromübertragungsnetz. Es reicht von Schleswig-Holstein bis nach Bayern.
